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Donnerstag, 02.09.2010, 17:08

Von WOMAN-Leserin lighthouse



„Nein das ist nicht mein Leuchtturm, so sieht er nicht aus“! Ein großer Mann trat mit langsamen Schritten auf mich zu. Sein strahlender Gesichtsausdruck und das Leuchten seiner Augen ließen erkennen, dass ich seinen Erwartungen entsprach. Für ihn war die Welt um uns vergessen und die Personen, die am Bahnsteig eilig ihren Weg suchten, wurden gar nicht wahrgenommen.

3 Wochen und 5 Tage zuvor habe ich ihn angeschrieben. Im Internet in einem Forum für „lange“ Menschen. Ich hatte die Einsamkeit satt und sehnte mich nach Nähe, nach Zuneigung, nach Heimat, nach Sex. Ein „Leuchtturm“ hatte es mir angetan, seine Worte, seine Texte; jetzt schritt dieser auf mich zu, langsamen Schrittes um sich jeden Zentimeter von mir einzuprägen.

Ja, ein Foto hatte ich gesehen, auf diesem animierten mich seine grau-grünen Augen zum Träumen, welches Farbenspiel werden mir diese Augen wohl zeigen, welche Tiefe werden sie mir offenbaren? Ansonsten dunkelhaarig, etwas mollig die Statur, aber da ich auch nicht zu einem Modell mit Größe 36 gehöre, sondern eine 40jährige mit weiblichen Rundungen bin, sah ich in meiner Phantasie bereits ein sehr schönes groß gewachsenes Paar.

Es herrschte ein reges Treiben auf dem Bahnhof, die Zeit schien aber still zu stehen, die Wegstrecke, die er abschritt, schien endlos. 750 Kilometer hat er mit dem Zug zurückgelegt, 750 Kilometer um die Frau in Österreich zu treffen, die ihm Schmetterlinge entgegensandte.
Ich schluckte, ein sehr voluminöser Mann schritt auf mich zu, ein Mann von der Statur eines Grizzlybären – so „gewichtig“ – ich war überrascht.

Eine zaghafte sanfte Umarmung, ein leise gekrächztes „Hallo“ meinerseits und ein Hauch eines Kusses zur Begrüßung auf seine „Friesen“-Wange. Unsicher sahen wir uns in die Augen, diese funkelnden Augen lösten ein Kribbeln in meinem Körper aus. Jetzt erst nahm ich wahr, dass ich seine Hand immer noch hielt, die er mir irgendwann gereicht haben musste. Und diese Hand wurde auch nicht gelöst, als wir uns auf den Weg zum Auto und somit zu unseren 4 Tagen machten, die vor uns lagen.
Zwei Tage der Gespräche, der langsamen Annäherung, des langsamen Kennen Lernens – Nächtens brachte ich ihn immer zurück in seine kleine Pension, eine günstige Bleibe ohne Bad und Frühstück, das konnte er ja in meiner kleinen Wohnung konsumieren. Nächte voller Gedanken und aufkeimender Sehnsucht.

Immer öfter haftete mein Blick an seinen Lippen, immer öfter stellte ich mir die großen rosa-färbigen Lippen vor, wie sie sich anfühlen mussten. Und dann endlich hatte er meine Blicke richtig gedeutet und seine Lippen umschlossen meine, ganz sanft vorerst, abwartend, wie wohl meine Reaktion wäre. Ein Kuss voller Wärme, der ein Feuer entfachte, seine Zunge, die sanft zu Spielen begann und sich auf die Suche nach meiner Zunge machte. Gierig und ausgehungert, aber sanft und weich, konnten sie sich nicht mehr voneinander lösen. Wo hat dieser Mann nur küssen gelernt?
Erst spät abends als er bereits wieder in seiner Pension war, berührte ich meine heißen geschwollenen Lippen. Diesen Lippen fehlte das Gegenstück – diese Sehnsucht war unbeschreiblich. Erst morgen zum Frühstück würden sich diese Lippen wiederfinden – erst dann würden wir uns wiedersehen, uns „wiederfühlen“.

In mir wurde ein Feuer entfacht, wie habe ich mich danach gesehnt, meinen Körper wieder so wahrzunehmen, dieses Feuer zu spüren. Jetzt wusste ich, wie das morgige Frühstück aussehen würde, wie es aussehen musste. Und mit diesem Gedanken schlief ich ein, eine kurze traumreiche Nacht lag vor mir.

Als ich am nächsten Morgen pünktlich vor seiner Pension parkte um ihn zum Frühstück abzuholen, klopfte mein Herz bis zum Hals. Seine strahlenden Augen, die mir entgegenblickten, ließen in meinem Körper einen ganzen Schmetterlingsschwarm frei und dieser erklärte meine Bauchgegend zum Freiflug-Gehege.

Bei mir zuhause angekommen zog sich mein „Leuchtturm“ in das Bad zurück um zu Duschen und ich ließ ihn in dem Glauben, das Frühstück zu bereiten. Ich traf einstweilen romantische Vorkehrungen und versuchte, meine Erregung noch etwas in Zaum zu halten. Ich will diesen Mann…. Ich will ihn…. Zum Frühstück….

Bekleidet mit meinem roten kurzen Lieblingskleid wusste ich um meine rote Seiden-Unterwäsche, ein Hauch von rotem Nichts, die nur darauf wartete, enthüllt zu werden. Ich lauschte auf die Geräusche aus dem Bad, jetzt musste er bereits beim Rasieren sein, er pfiff fröhlich ein Lied. Als ich es nicht mehr erwarten konnte, ging ich einfach ins Bad. Er stand da, überrascht, in seinem schwarzen Slip und griff nach seinem Hemd, um es über zu streifen.
Ich sagte nur mit heiserer Stimme, die mir nicht mehr richtig gehorchen wollte: „Du brauchst kein Hemd zum Frühstücken“ und ich führte ihn ins Schlafzimmer.

„Bist du schon sehr hungrig, oder hättest du Lust auf eine andere Art des Frühstücks?“ Dabei begannen meine Finger mit seinen Brusthaaren zu spielen und unsere Lippen fanden sich. Aber nicht nur die Lippen fanden sich an diesem Morgen, der Varianten-Reichtum meines ostfriesischen Leuchtturms ließ unser Frühstück zum Mittagessen werden und auch unsere Schmetterlinge bekamen ausreichend Gelegenheit sich auszutoben.


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Mittwoch, 01.09.2010, 17:16

Von WOMAN-Leserin Gabriela aus Wien



Lebensfrohe Singlefrau 47, möchte sich verlieben wünscht sich einen Mann mit Herz, Hirn und Humor.

SMS von Alex: Möchte mich auch verlieben, was machst Du gerade?

Ich backe einen Kuchen.

Alex: Das gibts heute auch noch, was für einen Kuchen machst Du?

Lambadaschnitten.

Alex: Würdest Du für mich auch einen Kuchen machen.

Gerne, welche Kuchen magst Du.

Alex: Schwarzwälderkirsch, Sachertorte. Der Gedanke, Du machst Kuchen für mich, erregt mich findest Du das abartig

Nein

Alex: Ist es in der Küche nicht heiss, was hast Du an.

Nicht lachen nur Unterwäsche und Schürze.

Alex: Unterwäsche? Schürze? klingt verlockend.

Habe ich Deine Phantasie angeregt?

Alex: Ich steh drauf.

Wenn ich jetzt bei Dir in der Küche wäre, was würdest Du tun.

Alex:Ich würde mich von hinten anschleichen, umarmen und die Schürzenbänder öffnen, wollte ich schon immer machen.

Und dann

Alex:Würde ich Dich zärtlich küssen und die Schürze wegziehen

So, bei der Arbeit stören.

Alex: Ja, ich streichle zärtlich dein Gesicht und Hals und öffne den BH. drück dich fest an mich

Ich weiss gar nichts von Dir

Alex:Nicht wichtig, ich bin groß und dunkelhaarig.

Ich knöpfe Dir das Hemd auf und spüre Deinen Herzschlag merke Du bist erregt

Alex: Ja, weitermachen.

Ich öffne die Hose und lasse sie zu Boden gleiten.

Alex: Ich streichle dich und meine Zunge umkreist die Brustwarzen.

Meine Hände gleiten über Deine Schulter, Rücken und Bauch die Boxershort wird eng runter damit.

Alex: Mir wird schon ganz heiss, weitermachen.

Du stehst jetzt nackt vor mir ein wirklich schönes Stück Mann mit einem süssen Popschi

Alex: Ich hab kein süsses Popschi - ein schön hartes duchtrainiertes Popschi

Meine Hände kneten und streicheln Dein hartes durchtrainiertes Popschi

Alex: Könntest Du ein bissi französisch machen -ich liebe es

Ich knie vor Dir hin und nehme das beste Stück in den Mund und meine Zunge leckt als ob ich Eis schlecke.

Alex: Fühlt sich geil an.

Ich umkreise das beste Stück mit der Zunge , sauge und schlecke und das gute Stück wird noch größer merke es erregt Dich sehr.

Alex: Du bist ein wahnsinn, mach weiter.

Meine Hände streicheln Dich zärtlich zwischen den Beinen und lassen die Hoden durch die Fingern gleiten.

Alex: Du machst mich ganz verrückt bin schon kurz davor.

Und was ist mit mir

Alex: Ich küsse Dich und meine Hand erforscht zärtlich Deine ganze Muschi und ich streichle Dein goldenes Dreieck.

Komm wir gehen ins Schlafzimmer

Alex: Ja, ich werfe Dich ins Bett und ...

Was und.

Alex: Ich drücke Dir die Beine auseinander und dring in Dich ein.

Komm ein paar feste Stösse, bitte tiefer und fester ..

Alex: Wunsch wird erfüllt ich bin schon nah dran- bitte rauszögern.

Du liegst jetzt am Rücken und ich setze mich auf Dich und klemm meine Beine unter Dein Popschi

Alex: Geil, ich kann Dich küssen und meine Hände umkreisen zärtlich deine Brüste

Ich kann Deine Hoden streicheln und ziehen bin draufgekommen es macht Dich wahnsinnig.

Alex: Ja, weiterziehen

Jetzt noch ein paarmal rauf und runtersetzen ich bin total erregt ich will jetzt kommen.

Alex: Ich auch ein leises stöhnen und ein Schwall warmes Sperma erfüllt Deine Muschi.

Schade das Du nicht wirklich da bist es war wunderschön.

Alex: Wäre jetzt auch gern bei Dir noch ein bissi kuscheln und miteinander einschlafen.

So ein bissi nachkuscheln wär wirklich schön.




Leider sind wir uns im wirklichen Leben nie begegnet, aber hin und wieder glühen die Tasten unserer Handys.


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Mittwoch, 01.09.2010, 16:53

Von WOMAN-Leserin Moni S.


So, hier war sie nun. Gemeinsam mit ihrem eigenen Mann auf Urlaub. Eigentlich ja nichts Ungewöhnliches. Doch in diesem Fall war es anders. Sie machten einen sogenannten Single-Urlaub. Getrennte Anreise, getrennte Zimmer und die Abmachung erst einmal so zu tun, als würden sie sich noch nie zuvor begegnet sein. Ihre Freundinnen hatten ihr dringend von diesem Vorhaben abgeraten und waren davon überzeugt, dass sie anstatt ihre Ehe zu retten, Patrick ganz leicht in andere Hände treiben würde. Die Einwände waren ja nicht unberechtigt. Ein Hotel voller Frauen, die bewusst auf der Suche nach einem Mann waren, stellte durchaus ein nicht unbeträchtliches Risiko dar. Jetzt gab es aber kein Zurück mehr.

Als sie Patrick an der Bar stehen sah, wusste sie, dass dieser Urlaub die richtige Entscheidung war. Er trug Jeans und offenbar ein neues Hemd. Zumindest hatte sie es noch nie an ihm gesehen. Sie bekam richtig Herzklopfen als sie sich ihrem Mann näherte. Eigentlich war er ihr ja durch und durch vertraut, nun aber schien er ihr auf angenehme, aufregende Weise fast etwas fremd. Die anderen Männer in der Bar bemerkten sie und betrachten sie wohlwollend. Schließlich hielten sie sie ja für eine Frau auf Männerjagd. Auch Patrick schien das Interesse der anderen Männer nicht entgangen zu sein und drehte sich langsam um. Sie lächelte ihm fast schüchtern zu und er erwiderte ihren Blick. Seine Augen funkelten so wie sie es schon seit einer Ewigkeit nicht mehr getan hatten. Er wirkte fast ein bisschen stolz. Ohne ihn zu begrüßen, stellte sie sich neben ihn an die Bar. Patrick beugte sich zu ihr und flüsterte ihr ins Ohr. „Das ist normalerweise nicht meine Art, aber darf ich Ihnen einen Drink spendieren?“ Er roch unwiderstehlich und bei dem Klang seiner dunklen, warmen Stimme bekam sie eine richtige Gänsehaut. „Ein Martini, bitte.“ Er sah sie verblüfft an, bestelle aber ihr Getränk. „Darf ich Ihnen sagen, wie wunderbar Ihnen dieses Kleid steht?“ Es betont ihre tolle … ähm … Figur!“

Nachdem Martini verabschiedete sie sich höflich und ging zum Aufzug. Enttäuscht stellte sie fest, dass er ihr nicht folgte. Sie fuhr mit dem Lift in ihr Stockwerk. Als sich die Türen öffneten, stand Patrick vor ihr. Er drängte sie in den Aufzug zurück und gemeinsam fuhren sie ins oberste Stockwerk. Als sich die Aufzugtüren abermals öffneten, traute sie ihren Augen kaum. Sie befanden sich mitten auf dem Dach des Hotels. Ein Kellner begrüßte sie, stieg dann aber hinter ihnen in den Lift und verschwand. Patrick geleitete sie an den Rand des Daches. Von dort hatte man eine unglaubliche Aussicht auf die Dächer der Stadt. Alles war hell erleuchtet und die laue Sommernacht trug das ihrige zur romantischen Stimmung bei. Patrick drehte sich zu ihr und begann sie zu küssen. Seine warmen Lippen küssten sie ganz zärtlich, dann immer intensiver und leidenschaftlicher. So hatte er sie, wenn überhaupt, dann nur zu Beginn ihrer Beziehung geküsst. Langsam streifte er die Träger ihres Kleides von ihren Schultern und setzte seine Küsse an ihrem Hals und den Schultern fort. Sie bekam erneut eine Gänsehaut und wollte nur noch eins. Mit Patrick leidenschaftlichen Sex haben. Sie öffnete die Knöpfe seines Hemdes und streifte es ihm vom Körper. Ihr fiel auf wie gut Patrick gebaut war und konnte sich an seinen kräftigen Oberarmen kaum satt sehen. Er zog sie an sich und sie spürte, dass auch er unglaublich erregt war. Mit seinen Händen öffnete er gekonnt den Reißverschluss des Kleides und ließ es zu Boden gleiten. Sie trug neue Reizunterwäsche und konnte an seinem Blick sehen, dass diese Investition sich gelohnt hatte. Sie öffnete seine Hose, während er ihr BH und Höschen auszog. Völlig nackt standen sie nun voreinander. „Komm mit!“, hauchte Patrick ihr ins Ohr und nahm sie an der Hand. Sie folgte ihm um den Aufzug herum und fand sich vor einem Whirlpool mit Champagner und Erdbeeren wieder. Sie seufzte. Dieser Abend war wohl nicht zu toppen. Sie stiegen in das Pool und wurden von herrlich warmem Wasser eingehüllt. Patrick setzte sich hinter sie und umfasste ihre Brüste. Er knetete sie zärtlich und ein wohliger Schauer wanderte durch ihren Körper. Dann ließ er seine Hände tiefer wandern. Er ließ sich Zeit. Sehr viel Zeit. Er begann sie sanft zu massieren. So sanft, dass es sie fast um den Verstand brachte. Sie flehte, dass er sie doch erlösen möge. Er setzte aber seine zärtliche Folter fort. Endlich drehte er sich um und legte sich auf sie. Sie sah in den Sternenhimmel, während ihr gesamter Körper zu explodieren schien.




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Montag, 30.08.2010, 14:36

Von WOMAN-Leserin Elisabeth Fuchs-Kreische, Juni 2010


Der Morgen graute schon, als Paul in dieser Nacht in Saras Straße einbog. Müde kletterte er aus dem Jeep und sog die kühle, klare Luft ein. Der Regen während der Nachtstunden schien sie gewaschen zu haben. Sie fühlte sich frisch und irgendwie sauber an. So leise wie möglich schloss er Saras Wohnungstür auf. Er hatte unbändigen Appetit auf frischen, starken Kaffee, aber sich jetzt einen zu brühen war unvernünftig. Erstens würde er dann nicht schlafen können – und er brauchte dringend zumindest zwei, drei Stunden Schlaf – und zweitens würde der Krach in der Küche vermutlich Sara wecken. Obwohl sie seine nächtlichen Kaffeekochaktionen mittlerweile gewöhnt war. Hin und wieder gesellte sie sich auch zu ihm, wenn er zerknittert und schweigsam auf dem winzigen Balkon, der von der Küche in den Innenhof hinausging, sein starkes Gebräu schlürfte.
Er liebte es, wenn sie sich von hinten an ihn lehnte - ebenso schweigend wie er – ihr Kopf an seiner Schulter und ihre Hände auf seiner Brust. So standen sie dann oft eine kleine Ewigkeit, bis der Kaffee längst kalt war, und ließen sich von der Dunkelheit ringsum einfangen, die nur von manchen winzigen Lichtern hinter vorgezogenen Vorhängen der Nachbarhäuser, unterbrochen wurde. Meistens fing Sara irgendwann leicht zu zittern an, und er brachte sie dann zurück ins Bett, wo ihr Zittern entweder eine erregende Fortsetzung fand oder durch die Wärme seines Körpers gebändigt wurde, wenn er sie mit den Armen umschlang und sie friedlich einschliefen.

Paul bahnte sich im Halbdunkel des anbrechenden Morgens seinen Weg ins Schlafzimmer, vergaß dieses Mal auch nicht auf die knarrende dritte Stufe und öffnete leise die Tür. Sara schlief auf der Seite. Ein fahles Lichtband, das durch einen Spalt in den Vorhängen durchdrang, beschien ihr Gesicht und Paul wurde von einer Welle der Zärtlichkeit durchflutet. Ihre regelmäßigen Atemzüge deuteten an, dass er sie auch dann nicht weckte, als er sich rasch auszog. Geduscht hatte er noch im Krankenhaus. Die Operation hatte länger gedauert als zunächst angenommen und der Patient war ein paar Mal in höchst kritischem Zustand gewesen, aber er hatte es letztendlich geschafft.

Paul schlüpfte unter die Decke und rückte dicht an Sara heran. Einen Arm schob er vorsichtig unter ihr Kissen. Sie regte sich ein wenig im Schlaf. Wie von Zauberhand passte sie sich seiner Lage an und im nächsten Moment schmiegte sich ihr Rücken an seine Brust und seinen Bauch. Er wagte kaum zu atmen, denn er wollte sie nicht wecken. Zu kostbar war ihm dieser intime Augenblick, geprägt von einem Urvertrauen, das sie ihm entgegenbrachte. Er hoffe inständig, sie würde irgendwann auch im Wachzustand in der Lage sein, ihm dermaßen vertrauen zu können.
Paul schob vorsichtig Saras Seidenhemdchen höher. Er wollte ihre nackte, weiche Haut fühlen, wenn er einschlief. Sie trug keinen Slip und für einen Moment hielt er abermals den Atem an. Trotz seiner Müdigkeit reagierte sein Körper und er versuchte den Impuls zu unterdrücken. Behutsam legte er seine Hand auf ihren Bauch, spürte die sanfte Wölbung unter seinen Fingern und musste sich beherrschen, sie still ruhen zu lassen. Sara bewegte sich ein klein wenig, und ihm wurde bewusst, dass sie im Begriff war, aufzuwachen.

Eine Sekunde später fühlte er ihre Hand an seiner, wie sie sie nach oben führte und auf ihre Brust legte. Paul kam der Einladung gerne nach. Er umfing sie zärtlich und streichelte sie sanft. Er wusste, sie liebte es, wenn er sie an den Brüsten berührte und er konnte ohnehin nicht genug davon bekommen. Sara räkelte sich und wandte ihm ihr Gesicht zu.
„Hey“, murmelte sie schlaftrunken.
Er raunte seine Begrüßung in ihr Ohr und küsste sie zärtlich. „Schlaf weiter…“
Anstatt seiner Aufforderung nachzukommen, drehte sie sich vollends zu ihm und schlang ihre Arme um seinen Hals. Ihr Kuss war Antwort genug – offenbar stand ihr der Sinn nicht nach Schlaf.
Langsam, leise und zärtlich begannen sie sich zu lieben. Ihre Bewegungen waren nicht von wilder Leidenschaft geprägt, sondern das Ergebnis sanfter Berührungen. Nicht heftiges Verlangen oder unbändige Lust, sondern der Wunsch dem anderen nahe zu sein, mit ihm zu verschmelzen, stand im Vordergrund ihres Liebesspiels. Nur das rasende Pochen ihres Herzschlages und der schneller werdende Atem verrieten den Grad ihrer Erregung. Weiche, wiegende Bewegungen im fahlen Licht der gemächlich aufgehenden Sonne führten sie bedächtig langsam zum Ziel. Sie begrüßten den neuen Tag mit ihrer Liebe zueinander. Nichts deutete baldige Erlösung an. Sie fühlten einander, berührten sich zärtlich, ohne zu fordern; schmeckten einander, nahmen den Geruch des anderen in sich auf und überließen sich gegenseitig mit all ihren Sinnen. Erst als Paul Saras flatternde Lider und zitternde Nasenflügel bemerkte, wurden seine Bewegungen schneller und heftiger, doch immer noch nicht drängend oder begierig. Sanft ließ er sie seine Stöße fühlen und ergab sich der endgültigen Befreiung, als er ihr leises, sinnliches Keuchen hörte, mit dem sich ihr Höhepunkt ankündigte.

Seite an Seite, den Schweiß des anderen trocknend, schliefen sie ein. Pauls innere Uhr, die im Laufe der langen Berufsjahre darauf trainiert war, sich rasch und präzise anzupassen, ließ ihn eine gute Stunde später wach werden. Es war knapp sechs Uhr morgens, wie ihm Saras altmodischer Wecker, der schon fast antik zu nennen war, zeigte.
Er seufze leise und war auf Saras tiefen Schlaf beinahe ein wenig neidisch. Wie gerne wäre er jetzt noch neben ihr liegen geblieben, um sich auszuschlafen, doch in etwa einer Stunde musste er wieder im Krankenhaus sein. Im Grunde waren die letzten Stunden nur gestohlene Zeit gewesen – eine kurze Schlafpause zwischen zwei Schichten. Früher hätte er sie im Krankenhaus verbracht, hätte sich auf seine Couch im Büro geworfen und wäre mit verkrampftem Nacken aufgewacht.
Aber früher hatte es ja auch Sara noch nicht in seinem Leben gegeben…



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Montag, 30.08.2010, 12:59

Von einer WOMAN-Leserin, anonym



Ich machte es mir in meinem Sitz bequem. Es würde ein langer und wahrscheinlich wie immer sehr langweiliger Flug werden. Vielleicht würde es mir ja gelingen, ein paar Stunden zu schlafen. Ich hatte einen Fensterplatz und beobachtete die hereinströmenden Fluggäste, die, nach ihren Plätzen suchend, durch den engen Gang wankten. Hoffentlich würde ich einen angenehmen und vor allem ruhigen Sitznachbarn bekommen, schoss es mir durch den Kopf. Es war mir weder nach Smalltalk noch nach langen tiefsinnigen Gesprächen zumute. Am allerwenigsten interessierten mich Familiengeschichten oder Sitznachbarn, die sich über ihre Ehepartner beklagten. Ich wussste genau, warum ich Single war!

Meine Augen blieben an einem Mann hängen, der soeben erst durch den Einstieg gekommen war. Er nahm gerade seine Sonnenbrille ab und schob sie lässig in seine kurzen dunklen Locken. Die Farbe seiner Augen konnte ich aus dieser Entfernung nicht erkennen, aber er hatte ein schönes, ebenmäßiges Gesicht mit hohen Wangenknochen und gefühlvoll geschwungenen Lippen. Seine leicht sonnengebräunte Haut schimmerte unter der schlechten Beleuchtung. Als er etwas näher kam, fiel mir das kleine Grübchen auf seinem Kinn auf. Der graue Sommeranzug passte ihm wie angegossen und ließ ihn geschäftsmäßig und doch immer noch lässig erscheinen. Das war genau der Typ Mann der mir gefiel.

Suchend kam er näher und als er vor mir stehen blieb, machte mein Herz einen Luftsprung. Womit hatte ich das verdient? Als mich der Unbekannte anlächelte, kam eine Reihe weißer Zähne zum Vorschein. Jetzt sah ich auch seine braunen, mit langen dichten Wimpern umrandeten Augen. Wortlos setzte er sich neben mich. Es vergingen ein paar Minuten, in denen wir schweigend neben einander saßen. Scheinbar hatte sich mein frommer Wunsch nach Ruhe erfüllt. Aus den Augenwinkeln bemerkte ich aber, wie er mich immer wieder – unauffällig wie er glaubte – von der Seite ansah. Das war ja schon ein gutes Zeichen.

Ich ergriff die Initiative und lächelte ihn an. Offenbar war er sehr schüchtern und brauchte diese Aufforderung, denn plötzlich sprudelten die Worte in einem temperamtvollen Spanisch nur so aus ihm heraus. Er hatte eine tiefe, raue und doch sehr angenehme Stimme. Fragend und mit großen Augen sah ich ihn an. Leider hatte ich kein Wort verstanden. Nach ein paar weiteren Versuchen seinerseits einigten wir uns schließlich auf Englisch. Na bitte, das hätten wir ja schon einmal ganz gut hingekriegt. Antonio, hieß der gut aussehende Südländer und er erzählte mir, dass er gerade auf dem Weg zu einer Hochzeit sei. "Hoffentlich nicht zu seiner eigenen", dachte ich mir.

Er musste meinen enttäuschten Blick gesehen haben, denn er beeilte sich zu versichern, dass er zur Vermählung seiner jüngsten Schwester unterwegs sei.

Als das Flugzeug abhob und wir hoch über den Wolken schwebten, waren wir uns überhaupt nicht mehr fremd und ich war überglücklich, dass ich Antonio zum Sitznachbarn hatte. Draußen wurde es langsam dunkel und die ersten Sterne funkelten uns, wenn auch noch etwas schwach, entgegen. Nachdem ein kleiner Snack serviert wurde und wir gegessen hatten, stießen wir mit einem Gläschen Sekt auf unser Kennenlernen an. Dabei schaute mir Antonio lange in die Augen und es kostete mich viel Mühe, seinem Blick Stand zu halten. Seine dunkelbraunen Augen wanderten weiter zu meinen Lippen und langsam kam sein Gesicht immer näher.

Ich konnte seinen Atem auf meinen glühenden Wangen spüren. Seine Lippen legten sich warm und weich auf meine und ich spürte, wie seine Zunge meine Lippen teilte. Sein Kuss war sanft und spielerisch und dennoch konnte ich diese unbändige Leidenschaft spüren, die nach mehr verlangte. Als wir voneinander ließen, nahm er mich in den Arm und ich legte zufrieden meinen Kopf an seine Brust.

Draußen war es jetzt stockdunkel und langsam wurde es ruhig an Board. Einige Fluggäste dösten vor sich hin, andere wiederum knipsten die Leselampen an und nahmen dicke Bücher oder Zeitungen zur Hand. Als die Stewardess leichte Decken an die Passagiere austeilte, deckte mich Antonio fürsorglich, fast zärtlich, damit zu. Dann legte auch er sich seine Decke auf den Schoss. Wir beobachteten Antonios Sitznachbarn, der, während er die Abendzeitung las, eingeschlafen war. Anfangs kämpfte er noch gegen die Müdigkeit an, aber schließlich musste er sich geschlagen geben.

Ich kuschelte mich noch enger an Antonio. Er legte seine Hand auf mein nacktes Knie. Ich hatte gar nicht bemerkt, dass er mit seiner rechten Hand unter meiner Decke war. Es war doch eine gute Idee gewesen, heute einen kurzen Rock anzuziehen.

Zärtlich streichelte er über mein Knie. Langsam glitten seine Finger über die empfindliche Innenseite meines Schenkels. Mein Körper war angespannt und ein angenehmer Schauder jagte über meinen Rücken. Wie weit würde er gehen? Seine Finger wanderte unbeirrt weiter. Sanft drückte er meine Schenkel auseinander, damit er leichter an sein Ziel kam. Ich schloss die Augen und als ich einen leisen Lustseufzer von mir gab, spürte ich Antonios Lippen auf meinem leicht geöffneten Mund. Diesmal war sein Kuss fordernd und während seine harte Zunge meinen Mund in Besitz nahm, erforschten seine erfahrenen Finger den Eingang zu meiner Weiblichkeit.

Mit geschickten Fingern schob er mein feuchtes Höschen zur Seite. Als er meine Lustperle zwischen Daumen und Zeigefinger rieb, mußte ich mich sehr beherrschen, um nicht vor lauter Geilheit laut aufzuschreien. Antonio schob mir immer wieder seine harte Zunge in den Mund, um mein Stöhnen zu ersticken. Seine Finger wanderten weiter und als er mich schließlich mit Zeige- und Mittelfinger verwöhnte, zuckte mein ganzer Körper vor lauter Lust.

Seine Stöße wurden immer schneller und fester und ich wand mich unter der Decke. Antonio war ein erfahrener Liebhaber und es dauerte nicht lange bis er mich von meinen süßen Qualen erlöste.
Bis zur Landung hielt mich Antonio fest in seinen Armen. Ich bin gespannt, ob ich auf dem Rückflug wieder so ein Glück mit meinem Sitznachbarn haben werde.



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