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Freitag, 24.09.2010, 11:59

Von WOMAN-Leserin Lisa Fox



Vom Wirtshaus an der Ecke hört man Gesang und Gelächter. Es ist ein Samstag und morgen können alle jene ausschlafen, die den Tag des Herrn nicht begehen. Und gerade hier, in meinem Grätzel am Spittelberg, ist es nicht sehr üblich, in die Kirche zu gehen. Die wenigen Bürgerlichen, die hier ausharren, aus der festen Überzeugung heraus, sich nicht aus ihrem Bezirk vertreiben lassen zu wollen, werden immer weniger.
Wer bleibt, sind die Dirnen, die Säufer, Bankelmacher und Branntweiner, die ein gutes Geschäft mit den übrigen machen.
Als ich vor zwei Jahren vom Land in die Stadt gekommen bin, um bei einer Geheimratsfamilie als Hausmädchen zu arbeiten, hätte ich nicht gedacht, dass auch ich einmal zum Abschaum gehören würde.

Ein Flittchen, zu haben für ein paar Heller. Nicht für jeden, aber für bald einen. Der Bierlieferant und der Bäcker von drüben an der Ecke gehören zu meinen Stammkunden, ebenso wie der Pfarrer, der immer vom Alsergrund hierher kommt, nicht ahnend, dass sein Ruf ihm schon lange vorausgeeilt ist.
Aber heute, heute habe ich frei, und der Gast, den ich erwarte, bringt weder Geld noch Geschenke mit – nur sich selber. Und kaum etwas gibt es, das mich so glücklich machen könnte wie das.

Ich zähle die Minuten, lehne am Fenster, gut gewaschen und frisch gekämmt. Das Haar trage ich wieder streng nach oben gesteckt wie damals, als ich noch als Hausmädchen gearbeitet habe, damals, bevor man unser Geheimnis entdeckt hat…

Als es endlich an der Tür klopft, macht mein Herz einen Satz. Und als sie vor mir steht, in ihrem Leinenkostüm, dem kleinen Hut und den schwarzen Haaren, schmelze ich dahin wie Butter an der Sonne. Sie war es, die mich meinen Job gekostet hat. Helene, die Tochter des Geheimrates.

Die Frau, die ich geliebt habe, noch bevor ich sie zum ersten Mal sah. Die Frau, von der ich immer geträumt hatte, schon damals, in meinem kleinen Kaff auf dem Lande, als ich noch sicher war, irgendwann den Mann fürs Leben zu treffen.
Sie steht vor mir, atemlos, schöner als je zuvor, mit geröteten Wangen.

Ich kann ihren zarten Geruch wahrnehmen, nach Vanille und Lavendel. Einen Moment später liegen wir uns in den Armen, ihre Hände nesteln an meinem Korsett, ihre Nase drückt gegen meine Brüste, ihr Atem auf meiner Haut.

Die Kerzen in meinen Kandelabern flackern im leichten Abendwind, der sich durch das Fenster eingeschlichen hat.
Als sie meine Brüste zwischen ihre Lippen nimmt, durchzieht mich ein süßer Schauer.

Langsam sinke ich auf mein Federbett, sie hebt meine Röckschöße, legt sich auf mich, küsst mich mit ihrem kleinen herzförmigen Mund. Lässt mich wieder einmal spüren, wessen ich immer entbehren werde, bis auf die kurzen glücklichen Stunden mit ihr.

Wie lange wohl noch, bis sie ihr Herz an einen verliert, der ihrer würdig ist?

Wie lange noch…?

Ich nehme sie an, die Augenblicke, nehme sie als Geschenk, als Hypothek auf die viele einsamen Stunden, die noch vor mir liegen werden, auf den Schmerz, der mir unwiderruflich bevorsteht – heute, morgen oder irgendwann. In nicht all zu ferner Zeit.

Ihre Finger zwischen meinen Beinen, ich hebe ab in ein Universum von Wollust, in meiner Welt gibt es nichts mehr als sie, sie und unsere Lust. „Mehr!“, murmle ich in ihre Halskuhle. Immer mehr, immer tiefer, fester.
Immer sie.

Als der Himmel über mich kommt, kralle ich meine Finger in ihre Bluse, meine Fersen bohren sich in die Matratze, ich spüre, wie mein Rücken sich wölbt, mein Bauch flattert, meine Kopfhaut prickelt.
Oh mein Gott - nein, oh meine Göttin!

Ich will sie so sehr, für immer und ewig.
So lange ich lebe und noch darüber hinaus.

Als sie sich neben mich rollt, weiß ich, dass etwas nicht stimmt.
Ihre Augen sind weit weg. Es ist soweit.
Sie greift in ihre Tasche, nimmt ein Pillenschächtelchen heraus, wiegt zwei kleine Pastillen in ihrer Hand.
Schaut mir fragend in die Augen.
Ich nicke, erschöpft von meinem Höhepunkt, ausgelaugt.
Es ist soweit.

Ich falle in einen seltsamen Schlaf, werde in einen Wirbel aus Farben gezogen, den bitteren Geschmack des Giftes im Rachen, greife nach ihrer Hand.
Ihrer warmen weichen Hand.

Sie drückt sie, noch ein letztes Mal, ein gehauchter Kuss auf meine sterbenden Lippen.

Das Letzte, was ich fühle, ist ein leichtes Streicheln des Abendwindes auf meiner nackten Haut.

Das Letzte, was ich höre, ist das leise Schließen der Türe.

Leb wohl, meine Göttin.


Bildquelle&Copyright: Auf Wunsch entfernt